NACHGEDACHT

Lieber Mensch, liebe Menschin: Du hast es (vielleicht) ganz falsch aufgefasst. Du bist nicht hierhergekommen, um die bedingungslose Liebe zu beherrschen. Das war dort, wo du hergekommen bist und wohin du zurückkehren wirst. Du bist hierhergekommen, um persönliche Liebe zu lernen. Universelle Liebe. Unordentliche Liebe. Schweissbedeckte Liebe. Verrückte Liebe. Gebrochene Liebe. Umfassende Liebe. Liebe, in die Göttlichkeit eingeflossen ist. Gelebt durch die Gnade des Stolperns. Demonstriert durch die Schönheit des Durcheinandergebrachten. Oftmals. Du bist nicht hierhergekommen, um fehlerfrei zu sein, das bist du schon. Obwohl  Du nach wie vor viele Fehler machst. Du lernst. Du bist hierhergekommen, um ein grossartiger Mensch zu sein. Das bist Du. Unvollkommen. Vielleicht makelbehaftet, aber fabelhaft. Und um aufzuwachen und dich wieder zu erinnern. Aber bedingungslose Liebe? Hör auf, diese Geschichte zu erzählen. Liebe in der Wahrheit braucht keine Adjektive. Es erfordert keine Bestimmungswörter. Es bedarf nicht der Bedingung der Vollkommenheit. Du bist nur aufgefordert dich zu zeigen. Und dein Bestes zu tun. Dass du präsent bleibst und dich vollständig fühlst. Dass du leuchtest und beflügelt bist und lachst und weinst und schreist und dich heilst und fällst und wieder aufstehst und spielst und wirkst und lebst und stirbst als DU. Damit Du Du sein kannst, wirst, bleibst. Das ist genug­ – es ist viel. 

Lass es Dir gut gehen und bleibe bzw. werde gesund.

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